Der Burnout zwang sie zum Umdenken

Eine wahre Geschichte

Vor gut einem Monat begegnete Ich Christin. Eine fröhliche Frau um die 48 Jahre mit zwei geschickten Händen. Christin ist nämlich Handwerkerin und half mir dabei meine Deckenlampen zu befestigen.

Wir hatten direkt einen Klick und so fragte ich sie, wie es dazu kam, dass sie Handwerkerin wurde.

Sie lachte und sagte zu meiner Überraschung: „Ich war mal im Topmanagement. Ich hatte hunderte Mitarbeiter in meiner Abteilung. Ich hatte Geld, ein großes Haus, ein Auto.“.

Und was passierte dann?

Christins Stimme wurde ruhiger. In der Woche als Christin 40 wurde, verlor Christin plötzlich ihre Sehkraft. Sie kam direkt in Krankenhaus. Dort wurde ein astreines Burnout diagnostiziert.

Von einem Tag auf den Anderen fiel Christin arbeitstechnisch aus. Sie kam in die Klinik und dachte, dass sie danach gesund weiterarbeiten kann. Aus einem Monat wurden zwei Jahre.

„Ich konnte nicht einschlafen. Und wenn ich einschlief, fühlte ich mich am Morgen als ob ich einen Marathon gelaufen bin.“

Wie kam es dazu? Christin konnte nicht aufhören zu denken. Sie lernte als Managerin immer mitzudenken, alles zu zerdenken. Sie lernte zu multi-tasken. Zum Beispiel hatte Christin die Fähigkeit bis zu 16x Gespräche in einem Raum gleichzeitig zu verfolgen. Kein Witz!

„Wir haben den Test in der Klink gemacht. Ich setzte mich an einem Tisch und die Leute um mich herum fingen in Gruppen an mi einander in den Dialog zu gehen.“. Das Ergebnis: Am Ende konnte Christin 16x Dialoge wiedergeben. Wow! Doch auch wenn das jetzt praktisch klingt, für Christin war das ein Fluch. Denn in der Nacht war ihr Gehirn damit beschäftigt alle Gespräche zu verarbeiten. Jede Information, jede Eventualität, jedes Risiko musste durchdacht werden. Es wurde zu einem Zwang. Die Stimme in ihrem Kopf war so laut, sie kam nicht zur Ruhe und zum Schlaf. Christin war eins mit ihrer Stimme.

„Wie konntest du dem entfliehen?“, fragte ich mit offenen Mund.

„In der Klinik bekam ich Handwerksaufgaben, Mono-Tasking“, erklärte sie. Christin praktizierte Achtsamkeits-Training. Während sie sich auf eine Tätigkeit mit ihren Händen fokussierte, war ihr Denker leise. Sie war so im Moment, so gegenwärtig, dass sie alles um sich herum vergas. Pure Entspannung für ihr Gehirn. Es gab keine Vergangenheit, es gab keine Zukunft, es gab nur das JETZT. Es bedurfte keiner Wertung. Sie tat einfach, was es zutun gab.

Und nicht nur das. Christin erinnerte sich, was ihr immer Spaß gemacht hat: Handarbeiten.

Jahrelang glaubte sie, sie bräuchte Geld und Status als Managerin. Ein Glaube, der ihr aufgetragen wurde, so berichtet Christin reflektierend heute. „Ich habe nicht mehr auf meine Intuition gehört. Stattdessen war mein Ego lauter. Der Teil in mir, der mir und andere etwas beweisen wollte“.

  • Vom Multi zum Mono-Tasking.
  • Vom Ego zur Intuition.
  • Vom der psychologischen Zeit ins Jetzt.

Wie geht es Christin heute?

Wie schon beschrieben habe ich Christin als eine sehr fröhliche und positive Frau kennengelernt. Christin konnte dies bestätigen: „Mir geht es noch nie so gut wie heute. Meine Arbeit macht mir Spaß und meine Kunden spiegeln mir dies, indem sie ihre Zufriedenheit äußern. Finanziell gesehen war ich noch nie so arm und dennoch fühle ich mich reich wie noch nie zu vor. Materialistisch gesehen hatte ich alles. Doch was mir fehlte, war der Zugang zu mir selbst.“.

Achtsamkeitstraining ist pure Erholung für unser Gehirn. Wir kommen in die Stille, der Ursprung unserer Kreativität und Intuition. Wir lernen darüber hinaus uns von unseren Gedanken zu distanzieren. Ja sie sind noch da, aber sie werden leiser. Wir werden zum Beobachter unserer Gedanken. Plötzlich verschwindet der Gedankennebel und wir bekommen Zugang zu unserem wahren Ich.

Danke an Christin Stark für deine inspirierende Geschichte!

Von Herzen liebe Grüße,

Jutta Reinke

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