Einheit in der Talentenvielfalt

Was passiert, wenn wir über unsere Profession hinaus handeln?

Fähigkeiten, Talente, Stärken, Wünsche, Vorstellungen und das Verlangen alles auszuleben, jedem Teil in mitten einer Persönlichkeit gerecht zu werden.

Sind wir nicht alle Künstler, Wertschaffende, Visionäre, Träumer mit der „Aufgabe“ uns einen Weg auszuwählen?

Sport, Wirtschaft, Kultur und Politik. So oder so ähnlich sieht die Gliederung einer etablierten Tageszeitung aus. Aber sehen wir Künstler im Bundestag oder Abgeordnete bei einer Theateraufführung mitwirken? Wenn dann wohl äußerst selten.

So wird einem jeden suggeriert er müsse sich entscheiden, DEN EINEN Weg einzuschlagen, diesen fokussiert verfolgen, um erfolgreich und einflussreich zu werden. Ausgeprägt wird dabei jene Fähigkeit, welche hier ganz besonders wichtig und erfolgsversprechend ist. Um sich bloß nicht ablenken zu lassen.

Sehnt sich ein Politiker nach philosophischen und künstlerischen Aspekten in seiner Arbeit?

Selbst wenn, es ist nicht seine Aufgabe. Er/sie hat Politik zu machen, so will es die ausgedachte Ordnung. Von wem?

Unsere verschiedenen Aspekte des Seins bleiben hinter der Form/Maske verborgen, um Ansehen, Akzeptanz und „Sicherheit“ in der jeweiligen Rolle zu gewährleisten. Was wäre mit der Vorstellung, ein jeder Mensch lebe die bunten Facetten seines Seins aus, erfüllt weiterhin seine „Funktion“, für welche er hierhergekommen ist? Seine natürliche Funktion.

Was geschähe mit der künstlichen, vom limitierten menschlichen Verstand geschaffenen Ordnung?

Das Loslassen von Idealvorstellungen eines menschlichen Miteinander führt zu einer „Überraschung“, einer natürlichen Ordnung des höheren Bewusstseins, in welcher ein jener Mensch frei und ohne Erwartungen dem Spiel der Form liebevoll und erfüllt beiwohnen kann.

Sobald ein jeder organisch seine für sich passende Rolle mit all seinen Facetten des Seins einnimmt, ohne dabei Erwartungen und Vorstellungen gerecht werden zu müssen, erfährt er den bedingungslosen Raum des Lebens, welcher den gesamten Organismus durch ihn hindurch einzigartig, individuell befruchtet.

Die Vielfalt, die Mannigfaltigkeit seines Wesens ermöglicht im größeren Kontext die Entstehung von „Einheitsbewusstsein“. Ein jeder lässt los und seinem schöpferischen Potential angstfreie Entfaltung. Plötzlich sind wir weniger getrennt, sondern schaffen miteinander. So fügen sich die vielen „kleinen“ Puzzleteile zu einem „größeren“ Bild zusammen. Voraussetzung ist hier die Freilegung der unschuldigen, originalen Struktur eines jeden Puzzlestückes.

Ein jeder weiß, sobald auch nur eine Ecke eines Puzzlestückes verborgen, ungelebt oder sogar abgebrochen ist, ist auch das gesamte Bild unvollständig.

Wir sind die Puzzlestücke mit unterschiedlichen Seiten und einzigartigen Ausprägungen.

Zusammen in Offenheit ermöglichen wir Einheit. Einheit in der Vielfalt.

Tim Karlstetter

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