Geld ist nicht alles…

Ab rund 60.000 Euro Jahresnettoeinkommen stellt sich das steigende Glücksgefühl beim Blick auf die Gehaltsabrechnung ein. Wer mehr Einkommen hat, empfindet demnach weder mehr Lebensglück noch weniger Stress. Das haben Forscher der US-Universität Princeton bereits 2010 herausgefunden.

Eine neue bevölkerungsrepräsentative Studie zum Thema „Arbeitsmotivation 2019“ zeigt auf, wie hoch der menschliche Faktor in der Arbeitswelt mittlerweile zu bewerten ist.

Für fast jeden zweiten Deutschen ist das gute Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten der wichtigste Faktor für die Arbeitsmoral. Jeder Dritte möchte sich auch abseits der eigentlichen Tätigkeit mit den Kollegen gut verstehen.

Es ist eben nicht mehr nur das Weihnachts- bzw. Urlaubsgeld, der Bonus oder ein geldwerter Vorteil, der Mitarbeiter motiviert.

Mit Blick auf die Work-Life-Balance sollte Work und Life demnach nicht strikt getrennt werden – zumindest, was die privaten Einflüsse in den Beruf angeht. Wir sind schließlich nicht mehr in der Industriegesellschaft oder im alten Preußen, wo das Unternehmen einer Kommandoeinheit glich, das Leben am Fabriktor abgegeben und dazu die Arbeit durch Uniformen allein schon optisch vom Privatleben getrennt wurde.

Von der Industrie- zur Wissensgesellschaft 

Damals sind Arbeitnehmer als anderer Mensch zur Arbeit gegangen. Das blieb viele Jahre so, weil die meisten Unternehmen und ihre Spitzen noch in alten industriellen Denkmustern gefangen sind. Verständlicherweise. Denn wir sind durch die Digitalisierung mit einer rapiden Geschwindigkeit aus der industriellen Gesellschaft in eine Wissensgesellschaft katapultiert worden.

Und Wissen, das will anders geführt werden. Ideen, Kreativität und Innovation werden immer wichtiger, dazu Skills wie:

  • Komplexes und analytisches Denken
  • Innovationsfreude, Ideen entwickeln
  • Eigenverantwortung übernehmen
  • Im Team arbeiten können
  • Spaß an dem haben, was man tut
  • Im Dienstleistungsbereich noch stets freundlich sein

All das kann man auf Dauer nicht bezahlen. Das leisten Menschen nur, wenn sie einen gewissen Spaß an der Tätigkeit sehen, wenn sie zufrieden sind und Vertrauen geschenkt bekommen.

Sind Mitarbeiter unzufrieden, leidet ihre Kreativität und Produktivität enorm, sie werden zudem häufiger krank. Was auch der „Fehlzeitenreport 2018“ der AOK belegt.

Denn ein unangenehmes Arbeitsklima führt nach häufiger Krankheit zur inneren Kündigung und großer Wechselbereitschaft. Worunter am Ende die gesamte Performance des Unternehmens leidet. Nicht wirklich überraschend. Zudem lassen sich Fachkräfte unter solchen Bedingungen immer schwerer binden, weil das Unternehmen als unattraktiver Arbeitgeber gilt.

Die Lösung:
Empathie und Verbundenheit

Als ganzheitlicher, zufriedener Mensch zur Arbeit gehen zu können wird durch Empathie und achtsames Kommunizieren im Büroalltag gefördert. Gerade in Führungspositionen ist es enorm wichtig, sich in sein Gegenüber hineinversetzen zu können und zu verstehen, welche Gefühle es gerade beschäftigt oder wie über- bzw. unterfordert es ist.

Verbundenheit können Führungskräfte stärken, indem sie nicht mehr als Einzelkämpfer agieren, sondern den Mitarbeiter in ein kollektives Arbeiten einbeziehen und ihm Freiraum zur Entfaltung lassen. Der Mitarbeiter ist so automatisch präsenter, glücklicher und produktiver in dem, was er tut, wenn er sich ganz und wertgeschätzt fühlt.

Loyalität

Eine Eigenschaft, die eng mit Motivation zusammenhängt. Loyalität nicht erkauft werden, sondern erfordert Respekt und Haltung. Loyale Mitarbeiter denken und handeln unternehmerisch und identifizieren sich mit ihrer Tätigkeit. Loyalität wird u.a. gefördert, indem Mitarbeitern durch Entscheidungsfreiheit Vertrauen entgegengebracht wird.

Ziele und Vision als Antrieb

Wenn wir im Berufsleben Ziele vorgegeben bekommen, müssen wir mit ihnen konform gehen. Kopf und Bauch sollten sich einig anfühlen, sonst hapert es durch kognitive Dissonanzen mit der Motivation. Innerhalb eines Teams sorgen gemeinsam aufgestellte Ziele und eine Vision für den nötigen Antrieb. Mitarbeiter in die Visionsfindung einzubeziehen wirkt also wahre Motivationswunder.

Außerdem sollten die gesetzten Ziele die Mitarbeiter nicht unter- oder überfordern. Nur so kommen sie in den wünschenswerten, hochmotivierenden Flow-Zustand. Die gemeinsame Vision und die Ziele sollten Führungskräfte daher gemeinsam mit den Mitarbeitern regelmäßig überprüfen und anpassen.

Wir können Unternehmen mit unserem Corporate Potential Programm und Tagesworkshops unterstützen, die menschliche Komponente wieder mehr in den Fokus zu rücken. Das tun wir, indem wir Führungskräfte und Mitarbeiter dabei stärken, mit neuen Situationen umzugehen, gewohnte Denkmuster und Handlungsabläufe sinnvoll aufzubrechen und so eine positive Organisationskultur zu schaffen.

Kontaktiert uns unter we [at] loveyourpotential [dot] com und wir beraten euch auf Grundlage eurer Herausforderungen ganz individuell.

Elena Schirm

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