Wieso ziehen wir immer die gleichen Menschen oder Situationen an?

Spieglein, Spieglein….

Wieso ziehen wir immer die gleichen Menschen oder Situationen an?

  • Deine Kollegen sind häufig Choleriker?
  • Deine Freunde sind immer labile Menschen?
  • Und überhaupt triffst du nur Menschen aus der Kategorie „Idiot“?
  • Du hast immer wiederkehrend die gleichen Situationen, nur in anderem Gewand?

Zufall? Keineswegs.

Die Außenwelt spiegelt deine inneren Persönlichkeitsanteile und deine unerfüllten Bedürfnisse wider. Man spricht auch vom sogenannten Spiegelprinzip. Höchstspannend!

Wenn uns etwas an Jemandem oder Situation nicht gefällt, wünschen wir uns oft, dass diese Person oder Situation sich ändert, damit es uns besser geht und alles gut ist. Schließlich ist es einfach zu sagen, die anderen sind schuld, dass ich mich so fühle.

Aber. „Wie du in den Wald hineinrufst, so schallt es auch zurück.“

Wir alle kennen dieses Sprichwort, was das Spiegelprinzip unserer Umwelt recht gut zusammenfasst: Wir rufen ständig durch unser Handeln Dinge in den sprichwörtlichen Wald bzw. in die Welt. Heißt, dass uns nichts im Außen begegnet, was wir nicht selber (häufig unbewusst) heraufbeschworen, also aus einem Teil von uns heraus selbst erschaffen haben. Daher müssen wir uns selbst verändern, um unser Drumherum zu beeinflussen. Jeder ist seines Glückes Schmied. - Eigentlich ganz simpel, oder?

Das bedeutet, du bist mitverantwortlich dafür, dass du Choleriker, Narzissten, Betrüger, Chaoten oder labile Menschen triffst. Dies ist nicht als Vorwurf oder eine Schuldzuweisung, sondern als tolle Chance zu betrachten, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Wir sollten uns daher fragen: „Was hat das, was ich erlebe, mit mir zu tun? Und warum erlebe ich das?“

Mit diesem Wissen kannst du all deine Beziehungen - auch im beruflichen Kontext - besser verstehen und mit ihnen umgehen. Du verstehst z.B. auf einmal, warum deine Kollegin wegen einer „Kleinigkeit“ oder einer Mail so verärgert reagiert oder weshalb du es nicht haben kannst, wenn dein Kollege ständig zu spät kommt. Das Verstehen des Spiegelprinzips macht gelassener. Garantiert.

Wie erkenne ich mein eigenes Spiegelbild? Hinterfrage folgende vier Punkte:

  1. WER WÜHLT DICH NEGATIV AUF?

Alles, was dich an deinem Gegenüber stört, ärgert, aufregt oder traurig macht, trägst du zu einem gewissen Anteil auch in dir selbst.

  1. WEN KRITISIERST DU?

Alles, wofür du andere kritisierst und was du ihnen vorwirfst, ist dein Bild, dein eigener Charakter, deine eigenen Unzulänglichkeiten, die du auf ihn projizierst. Das kann man sich so vorstellen: Du bist der Projektor und projizierst deinen Film auf eine Leinwand. Dein Gegenüber. Wenn der Film nicht gut ist, dann neigen wir dazu, die Leinwand mit Popcorn zu bewerfen, anstatt am Projektor (= uns) zu drehen.

  1. WELCHE KRITIK WÜHLT DICH AUF?

Andere wollen dich ändern/kritisieren dich, was dich verletzt? Anscheinend stehst du wirklich noch nicht hinter der, von anderen kritisierten Eigenschaft.

  1. WEN MAGST DU WOFÜR?

Alles, was mir am anderen gefällt, was ich an ihm liebe, bin ich selbst, habe ich als Aspekt selbst in mir und liebe dies auch an meinem Gegenüber. Du erkennst dich selbst im Anderen. Wenn du jemanden liebst, erkennst du nur die Liebe in dir wieder, die die ganze Zeit schon da war.

Im Folgenden haben wir einen „Ein Schritt-für-Schritt-Plan“, um dich von alten Mustern, von Cholerikern, Energieräubern, Pessimisten oder anderen Menschen, die dir nicht guttun, zu befreien:

DER 5 SCHRITTE-PLAN

  1. Erkenne deine Muster und schreibe es auf: Bsp. "Ich lerne nur Choleriker kennen."

  1. Entschlüsseln

Was hat das mit mir zutun? Welcher deiner vorhanden oder fehlenden Eigenschaften wird dir gespiegelt? (Soll hochgeholt und bearbeitet werden?). Bsp. Durchsetzungsvermögen.

  1. Verantwortung übernehmen und loslassen

Gehe verständnisvoll mit dir selbst um. Es gibt einen Grund, warum du so denkst, fühlst und handelst. Hier kommen deine Glaubenssätze mit ins Spiel. Glaubenssätze sind Lebensregeln, die wir seit Kindertagen aufgenommen haben. Zum Beispiel: Ich bin nicht genug oder ich bin nicht liebenswert. Diese Glaubenssätze müssen nicht der Realität entsprechen. Sie sind aufgrund unserer Erziehung antrainiert und sagen unserem Unterbewusstsein, was gut oder schlecht ist.

Bsp. "Ich werde nicht mehr geliebt, wenn ich so dominant bin."

Um diesen Glaubenssatz loszulassen, schreibe den Satz auf und bedanke dich bei ihm, dass er dir in den letzten Jahren geholfen hat. Merke: Widerstand gegen Gedanken oder Glaubensätze verstärken nur die Wirkung, deshalb sei dankbar. Da der Glaubenssatz nicht wahr ist, kannst du ihn gehen lassen.

  1. Manifestiere neue Glaubensätze

Drehe deinen Glaubenssatz um. Schreibe zum Beispiel auf "Ich darf dominant sein und werde trotzdem geliebt.". Sage dir diesen Glaubenssatz jeden Tag morgens und abends, - 21 Tage lang, damit auch dein Unterbewusstsein es versteht und umprogrammiert wird. Um neue neuronale Netzwerke aufzubauen, brauch dein Gehirn mind. 21 Tage kontinuierliches Training.

  1. Dein Umfeld

Du kannst andere Menschen nicht ändern. Lediglich inspirieren durch dein eigenes Verhalten. Das kann sehr mühselig sein, gerade am Anfang. Versuche nicht, andere zu bekehren, sondern sei tolerant oder wende dich ab, wenn dir etwas nicht guttut.

Es ist kein Zufall, dass du Menschen um dich hast, die dich vor eine emotionale Herausforderung stellen. Egal wie viel Ärger oder Sorgen er oder sie dir bereitet hat, sei dankbar, dass du von dieser Person lernen durftest. Im diesen Sinne: Viel Spaß beim weiterentwickeln deiner Persönlichkeit!

Mehr Bewusstsein, mehr Freiheit!

Elena Schrim & Jutta Reinke

Dieser Artikel hat dein Interesse geweckt und du möchtest erfahren, wie Mitarbeiter und Kollegen in deinem Unternehmen mehr Bewusstsein für sich selbst und andere entwickeln können?

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